Wohnen und Einkaufen mit Wohlfühlfaktor ?

Die Errichtung des Edeka - Marktes bzw. des E center , beschäftigt so manchen Genossen . Da tun sich Fragen auf , völlig banale , wie auch Sorgen um das zukünftge Wohnumfeld mit diesem E center. Wir hörten u.a. das bei dem einen oder anderen Genossen , Gedanken an einen Wegzug aus dieser Wohngegend ernsthaft in Erwägung gezogen würden ! Es werde zunehmend zu unruhig , zu laut , zu stressig , man könne sich dann nicht mehr wohlfühlen . Ja , diese Gedanken sind nur allzu verständlich und nachvollziehbar .
Das dieses Bauvorhaben nun zügig umgesetzt wird, kann man ja an den Erdarbeiten sehen und das es ein EDEKA E center wird , kann man den vorgestern aufgestellten Bauplakaten entnehmen . Diese kündigen eine Eröffnung ab Herbst 2013 an .
Von uns aus gesehen , also zur Carossastr. hinübergeblickt , werden wir die Rückfront dieses E center sehen . Also keine Parkplatzlandschaft zur Carossastr. , was einige Genossen befürchteten . Dieser EDEKA - Markt bzw. dieses E center wird von der EDEKA - Regionalgesellschaft : EDEKA Minden - Hannover betrieben werden . Dieses E center wirbt mit dem Slogan : Einkaufen mit Wohlfühlfaktor . Der entstehende Gebäudekomplex wird über eine Verkaufsfläche von 3.800 Quadratmetern verfügen . Hört sich viel an ! Das E center wird für seine liebe Kundschaft über 35.000 Artikel bereithalten ! Alles was das Konsumentenherz sich nur wünschen kann .
Die Sorgen von einem Teil der Mitglieder , dass unser Wohnumfeld aus den Fugen , aus dem Gleichgewicht gerät , wird nicht nur von uns geteilt , auch die Mitbewerber , also die anderen sechs Lebensmittelmärkte in unserer Umgebung fürchten das auch , wenn auch aus anderen Beweggründen . Gerüchten zufolge , wird im Carossa - Quartier der Lebensmittelmarkt Kaisers , wohl seine Pforten schließen . Führungspersonal hat sich vorsorglich schon versetzen lassen . Und ALDI wird da kaum allein weitermachen wollen . Für das Carossa - Quartier ein Todesstoß ! Bleibt die Frage , wer wird sich in umittelbarer Nachbarschaft zum E center positionieren ? ALDI ? Unter dem Strich für uns egal . Die Lärm- und Schadstoffemissionen werden drastisch zunehmen . Vergessen wir auch nicht , dass im Sommer das Hauptstadtpflegehaus von VIVANTES eröffnen wird . Dort sollen über 100 Beschäftigte arbeiten ! Was , wenn die alle mit dem Auto kommen ? Und der Kindergarten gegenüber , mit 150 Kindergartenplätzen . Was , wenn alle Eltern mit dem Auto kommen plus die Beschäftigten . Und all der Versorgungs- und Lieferverkehr für diese Einrichtungen . Das es viel , viel unruhiger werden würde , darauf haben wir schon vor längerer Zeit hingewiesen . Aber viele Genossen erfassen das erst jetzt nach und nach ! Die Verdichtung unseres angestammten Lebensraums wird für die '' Ureinwohner '' und andere immer mehr zur Qual werden . Es könnte so sukkzessive eine Abwanderungsbewegung durch genervte Mitglieder entstehen !
Und Meisterlein Mehdorn vom BER , will Tegel erst 2018 dicht machen um uns nicht zu abruppt vom Fluglärm zu entwöhnen !
Also , volles Programm für uns , von allen Seiten .
Die Genossen , die zur Carossastraße raus wohnen und sich zum Teil um das entstehende E center sorgen , haben in ihren Gedankengängen eines ausgeblendet . Wenn auf der gegenüberliegenden Seite der Carossastraße nach und nach alles zugebaut sein wird , und somit der Ausblick aus dem Fenster getrübt ist , kann sich verlässlich darauf verlassen , dass dieser Ausblick / Anblick mit Sicherheit bald durch einen anderen ersetzt werden würde . Und dieser Ausblick wird noch mehreren das Wohn-Wohl- und Lebensgefühl zum Nachteil erscheinen lassen . Das vorgelagerte Grundstück , zu unserer Grundstücksgrenze ist , wie schon berichtet , an eine Unternehmensgruppe verkauft worden . Die werden ihre eigenen Pläne sicher bald umsetzen . Das hieße , dort könnte eine Kombination aus Wohnen und Gewerbe entstehen . Der Bauherr kann Wohngebäude bis zu vier Stockwerken auf dem Grundstück errichten . Der neue Ausblick könnte somit auf einen Wohngebäude - Riegel treffen . Direkt in die Fenster der neuen Nachbarn . Diese Verdichtung ist dann schon extrem ! Das Wohnwohlfühlgefühl ist dahin ! Alles keine guten Aussichten . Weder für die Genossen noch für die Genossenschaft !
In dem o.g. Spannungsfeld steht unsere Genossenschaft . K . Wowereit proklamierte einst für Berlin , es sei arm aber sexy ! Das gilt nicht für unser genossenschaftliches Unternehmen . Der strukturelle Wandel in dem sich der Bezirk / Ortsteil befindet , sowie auch unser Wohnquartier mit all den positiven , für uns aber auch negativen Veränderungen , stellt insgesamt an uns eine erhebliche Herausforderung dar .
Der unternehmerische Widerwillen und die anhaltende Ideenlosigkeit aller Gremiumsmitglieder der Vergangenheit und Gegenwart zum Trotz , muss die Genossenschaft sich den veränderten Realitäten stellen und entsprechend handeln . Und da helfen keine Sätzchen von Seiten des Vorstands , wie : Wir machen alles neu , äh , nee , nee , ein ganz kleines bißchen natürlich nur ! Bullshit ! Diese Protagonisten und deren Anhänger sollten einfach nur abtreten , wegen ewiger Erfolglosigkeit ! Wer uns demnächst vielleicht erzählen möchte , dass er jetzt ernsthaft darüber nachdenke z.B. die Treppenhäuser komplett neu zugestalten und dazu gereade ein Probetreppenhaus umgestalten lässt , kommt mit dieser Einsicht 10 bis 15 Jahre zu spät ! Alles was man jetzt sagen und ankündigen wird und würde , kommt viel zu spät ! Und deswegen ist es schon lange an der Zeit , für einen kompletten Wechsel in den Gremien . Ausgenommen die ' Neuen ' , aber der Rest muss weg , der hatte seine Zeit , viel Zeit und nichts ist geschehen . Der Wert unseres Unternehmens ist nicht stetig gesteigert worden , weil es nicht kontinuirlich weiterentwickelt wurde ! Und der kläglche Unsatz des Jahres dazu , kam nicht von uns , sondern von den betreffenden höchstselbst : Die Genossenschaft ist eine kleine Genossenschaft ohne hohe Erträge (aus dem Hausblatt , Seite 4). Ja , Dank der bisherigen Geschäftsführer , aber auch der Aufsichtsratsmitglieder !
Wir müssen für uns selbst wie für potenzielle Neumitglieder deutlich attraktiver werden . Attraktiver im inneren wie im äußeren , in unseren Angeboten , in Service und Dienstleistungen . In der Hinwendung und im Umgang mit den Mitgliedern . In der Erfüllung des Förderauftrags . Wir müssen auch deutlich mehr zum Unternehmer , zum Marktteilnehmer werden . Im Hinblick auf all die negativen Veränderungen die uns als Unternehmen und unserem Angebot nicht zum Vorteil gereichen , müssen wir andere Stärken hervorbringen bzw. herausarbeiten die unsere Schwächen kaschieren , aufheben o. ersetzen bzw. ein neues Argument darstellen , das uns zum Vorteil gereicht .
Wir müssen in Zukunft die Gebäude besser Instandhalten , wir müssen modernisieren und Neu bauen . Wir müssen uns den Nutzergruppen und deren Anforderungen an das Wohnen zuwenden . Wir müssen den demographischen Wandel gerecht werden , in Form von gescheiten Angeboten . Wir müssen unsere Angebotspalette weiter streuen . Wir müssen neue Mitglieder gewinnen , die gewillt sind die genossenschaftlichen Ideale und Prinzipien mitzutragen . Sonst gibt es bald keine Mitglieder mehr , die sich u.a. freiwillig der Gremiumsarbeit zuwenden werden . Die Wohnraumüberlassung an Hintz und Kunz muss somit beendet und neue Mitglieder müssen gezielter gesucht und angesprochen werden . Das Unternehmen Genossenschaft muss als Unternehmen agieren und nicht wie ein Kleingartenverein oder die schwäbische Hausfrau .
Arm , alt und unsexy geht gar nicht !
jubelnde.genossen - 18. Mai, 06:15



